Diskussion:Bedeutungswirbel
Aus Laboratorium
Der Bedeutungswirbel als verräumlichte Sprache; ein Sprachraum der sich an geraden, gekrümmten band- spiral-, trajektorförmig Achsen aufspannt. Wie findet man sich in diesem Raum, existiert da noch ein Idiom? Sprache als Schnittmenge "geografischer" Verschiedenheiten? Das "gebärfähige" europaische Alphabet (symbolische semantische Maschine, als Typenrad) und die Integration piktogrammatischer Schriften? --213.6.49.64 10:42, 4. Jun 2005 (CEST)
neuer Versuch
Thomas Kalka: Ich versuche mal wieder, mich in diesen Begriff einzufühlen. Hier der neue Versuch:
Bedeutungswirbel bezeichnet Orte im konsensuellen Wahrnehmungsfeld von Menschen, wo ein Symbol (der vermeintliche Begriff) unterschiedliche, aufeinandertreffende Wahrnehmungsinseln bezeichnet. Je unterschiedlicher die konnotierten Wahrnehmungen sind, um so wirbelliger ist der Ort.
Verständigung- und Aneignungsphänomene von Individuen und Kulturströmungen sind gleichzeitig Zustand als auch Dynamik (Praxis). Bedeutungswirbel meint somit gleichzeit den Versuch, den Ort wie auch die Dynamik in diesem Ort zu beschreiben, wie die physikalischen Wirbel, die wir kennen.
Ein physikalischer Wirbel beschreibt auch den Ort und die Gestalt der Strömungen und Massen, die an diesem Ort zusammenwirken.
Motiviert ist diese Interpretation duch Bennis Benutzung von "Bedeutungswirbel": Zum einen ist es eine Ortsbestimmung, die Ränder auf Wahrnehmungsachsen (ästhetische, psychische etc) beschreibt.
Zum anderen ist es Funktionsbestimmung (in Arbeit: Bedeutungswirbel verwandelt ... Macht ...)
Bedeutungswirbel sind somit gleichzeitig gefährlich wie auch fruchtbar. Verschiedener Strömungen unbewusst können Diskurse im Wirbel gefangen werden.
Bewußtheit wäre die konsensuelle Einigung auf Benennung der Strömungen, die dann Kraft aus dem Netzwerk der Bedeutungswirbel ziehen könnte.
- Das klingt gut. Ich habs mal als alternative Beschreibung in den Artikel übernommen und muß das mal sacken lassen inwiefern das meiner Version entspricht und wo Unterschiede sind. Scheinbar ist Verständigung doch möglich ;-) Benni 10:02, 24. Aug 2006 (CEST)
- ok, so langsam stellen sich bei mir die ersten Nachfragen ein. Ich versuchs mal: meint "aufeinandertreffende Wahrnehmungsinseln", einzelne Leute? So ist es nämlich nicht gemeint. Das geht ja durch die Individuen durch, sonst käme nichts ins Wirbeln. Benni 17:52, 24. Aug 2006 (CEST)
Ich habe es nicht individuell gemeint. "Konsensuelles Wahrnehmungsfeld" ist Teil von Kultur, Gesellschaft, Klasse etc.. Dabei ist Sprache und Wahrnehmung wohl nicht leicht auf Individuen oder Netzwerke von Individuen zu verteilen. Ich denke, dass es im Kontext von Sprachhandeln schwierig ist, überhaupt die Grenzen eines Individuums zu definieren.
- Ok. Ich hab nach einer kurzen Formulierung gesucht, die das an der Stelle deutlich macht, aber mir ist noch nix eingefallen. Vielleicht fällt Dir ja was ein. Benni 10:30, 25. Aug 2006 (CEST)
Hollistic Programming
Eventuell verwand: http://www.communitywiki.org/de/HolisticProgramming --Thomas Kalka
- Naja, sicher gibt es da Ähnlichkeiten, aber so weit ich es verstanden habe, geht es da um Datenstrukturen. Bedeutungswirbel als Datenstruktur zu verstehen wäre doch etwas eindimmensional. Die verwirbeln ja die Gesellschaft und werden von ihr verwirbelt. Das eine Datenstruktur das könnte, wäre doch verwunderlich, oder? Ausserdem wundert es mich etwas, dass groß angesetzt wird mit einer Philosophie des Werdens anstatt einer des Seins (Was auch für Bedeutungswirbel wichtig ist), dann gehts aber doch wieder ums Sein, nur halt um vielfältigere Beziehungen als nur Baumartige. Aber vielleicht hab ichs auch schlicht nicht richtig verstanden. Auch möglich. Benni 17:35, 7. Okt 2005 (CEST)
Hegelscher Begriff
Ich spüre mitlerweile, dass "Bedeutungswirbel" und der "hegelsche Begriff" nicht so weit von einander entfernt sind. Als "Bedeutungswirbel" sehe ich das dokumentierte Ringen um einen Begriff, sozusagen die pre-alpha-Phase vom Begriff. --Thomas Kalka
- Hm, gemeint ist es zumindestens eher umgekehrt. Der Bedeutungswirbel verwirbelt ja die Begriffe. Am (leider ja bisher einzigen) Beispiel Arbeit wird das vielleicht deutlich. Aber vielleicht hast Du trotzdem auch recht, vielleicht ist die Beziehung zwischen diesen beiden Arten der Interpretation von Welt komplizierter. Leider kenne ich mich nicht mit Hegel aus, alles was ich darüber weiß, weis ich auf dem Umweg über Annette Schlemm. Dummerweise hab ich auch nicht den Antrieb mich intensiver damit zu befassen, so dass diese Frage wohl vorerst offen bleiben muss. Benni 11:55, 8. Apr 2006 (CEST)

